Malort Kinder hp

In den Flow kommen, kennen wir, wenn wir die Zeit völlig vergessen und so sehr bei der Sache sind, die uns gerade begeistert. Volle Aufmerksamkeit/Achtsamkeit ohne Wenn und Aber. Achtsam sollte man auch mit den Werken der Kinder umgehen, denn nichts lässt den kleinen Farbbegeisterten mehr einen harten Bauchklatscher machen, als ein Abwerten/Bewerten, so dass es sich erklären oder verteidigen müsste oder sich einfach unverstanden fühlt. Das gibt es bei uns nicht! Auch die Eltern werden gebeten, Kinderbilder eher zu besprechen mit dem Kind, wenn es das überhaupt möchte, aber keine Tipps zur „richtigen“ Malweise zu geben. Denn wer sagt denn, dass ein Gesicht nicht grün sein darf und eine schwarze Riesenfläche auf dem ganzen Blatt bestimmt auch nicht hässlich ist, sondern eine Geschichte dahinter steht. In diesem Fall hat ein Orkan (schwarz) über das zuvor farbenfrohe Bild gewütet. Das Kind war hochzufrieden mit seinem Spiel. Denn der Prozess macht viel Spaß, viel mehr, als wenn man den Druck hat, dass das Ergebnis „schön“ sein muss. Muss es nicht! Das Erleben mit Farbe kann manchmal einfach so befriedigend sein, den Pinsel beobachten wie er sich biegt und mit welcher Geschwindigkeit die Farbe aus den feinen Härchen läuft. Manch ein Erwachsener sehnt sich nach dem Abwenden von Multitasking, nach ok sein und nach Spaß ohne Zeitdruck, oder?

Malort Basic hp

Die begleitende Erzieherin ist lediglich eine Art Assistentin, sie steht im Hintergrund und macht nur die von den Kindern geforderten Handreichungen. Ungewohnt? Bestimmt, doch wertschätzend und die Kinder können in ihrem Flow bleiben. Ausgedacht haben wir uns das Konzept nicht, wir mögen die Arbeit von Arno Stern, der das Prinzip „Malort“ erfunden hat und lebt. Wir haben es auf unsere Kita übertragen. Es hat sich bewährt, danke Arno Stern für so viel Feingefühl für Kinder und ihre Spuren.